Archiv für den Monat: November 2019

Seifendose

Als Seifendosen für den Waschtisch und auch für Reisen lassen sich ohne jede weitere Zurichtung Tabak- oder Zigarettendosen aus Blech verwenden. Wem die Firmenbezeichnung am Deckel dieser Dosen nicht passt, der kann die ganze Blechbüchse in einem selbst zusammengestellten galvanoplastischen Apparat vernickeln oder verzinnen.

In dem aus einer Glaswanne und einem kräftigeren galvanischen Element (Bunsen, Smee) bestehenden galvanoplastischen Apparat wird die Salzlösung des zur Vernickelung verwendeten Bades durch den galvanischen Strom zerlegt. Man bringt die zu vernickelnden oder zu verzinnenden Metalldosen in das Bad, verbindet sie mit dem negativen Pol eines galvanischen Elementes und hängt ihnen gegenüber eine mit dem positiven Pol verbundene Nickel- oder Zinnplatte ein. Letztere löst sich auf, wogegen auf den Metalldosen metallisches Nickel oder Zinn in immer stärker werdender Schicht abgelagert wird. Man nennt dieses Verfahren Galvanostegie und kann unter diesem Stichwort weiteres in jedem Lexikon nachlesen. Zu dem Bade benötigt man zum Vernickeln 7 Gewichtsteile schwefelsaures Nickelammonium und 100 Gewichtsteile destilliertes Wasser, zum Verzinnen 10 bis 20 Gewichtsteile Wasser.

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Zerstäuber

Aus einer kleinen Konservendose, etwa einer Dose von kondensierter Milch, lässt sich leicht ein Zerstäuber zum Besprengen der Blumen und Zimmerpflanzen fertigen.

Die Dose öffnen wir so, dass fast die Hälfte des Deckels stehen bleibt. Die Schnittränder feilen wir glatt und führen durch den Deckelrest ein aus Blech gebogenes gelötetes Röhrchen von 4-5 mm Durchmesser, das unten abgeschrägt ist und oben ganz wenig über den Deckel ragt. Dieses Röhrchen wird unter einem rechten Winkel von einem zweiten getroffen, das wir, wie auch das erste, am Deckel festlöten. Zur Erzielung einer größeren Dauerhaftigkeit wird der aus Konservendosenblech geschnittene Henkel ebenfalls mit dem Rohre verlötet. Lackieren wir das Gerät, oder streichen es mit Ölfarbe, wird es lange ansehnlich bleiben.

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Schlange

Die Schlange wird ebenso wie die kämpfenden Hähne aus Kürbiskernen, die dann mit Wasserfarben bemalt wurden, hergestellt.

Die Anordnung der Kerne ist diese:

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Die kämpfenden Hähne

Bei den kämpfenden Hähnen handelt es sich um eine Art Marionette aus Kürbiskernen. Und genau so kann man die Figuren auch nutzen – nämlich als Hähne, die man am Faden bewegen kann. Es muss ja nicht immer gleich ums Kämpfen gehen…

 

 

Die Kürbiskerne werden nach der abgebildeten schematischen Darstellung neben- und hintereinandergereiht.

Die Verbindung geschieht mit Blumendraht, der durch vorgebohrte Löcher am oberen und unteren Teil der Kerne gesteckt und an jeder Seite mit einem Knoten versehen wird, wodurch die Reihen zusammengehalten werden.

Die beiden senkrechten Striche in der mittelsten (Fünfer-) Reihe hängen lose herunter, es sind die Schenkel, an denen mit Blumendraht, aus drei Enden zusammengedreht, die Beine und Füße angebracht werden.

Kamm und Schnabel werden aus rotem Karton geschnitten und in den Kopf gesetzt. Die Augen zeichnet man mit Tinte und Feder.

Wenn das alles fertig ist, hängt man die beiden Figuren mit festen Zwirnfäden an eine schmale, elastische Fischbein- oder Stahlschiene. Nimmt man diese in die Hand und hebt das lose Gefüge so weit von der Tischplatte ab, dass die Drahtfüße die Platte eben noch berühren, so bekommen die Hähne ihre Form und Leben. Man lässt die Schiene auf und ab wippen, und es entwickelt sich ein Kampf zwischen den beiden Gegnern, so voller Natürlichkeit wie auf dem Hühnerhof und von ungemein komischer Wirkung.

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Paschsteine aus Kürbiskernen

Früher war nicht nur Bastelmaterial teuer – oder gar nicht erst erhältlich – sondern auch Spielzeug wurde aus allen möglichen alltäglichen Dingen selbst hergestellt. Hier findest du die Bastelanleitung für die Paschsteine – und die Spielanleitung wird gleich mitgeliefert…

Das Paschen ist eine kleine Jongleurkunst der Kinder. Man legt drei Steine in einer Reihe auf den Tisch, wirft den ersten in die Luft, hebt den zweiten auf und sucht noch schnell den herabfallenden ersten Stein aufzufangen. Ist dieser Versuch nach einigem Üben gelungen, so geht man zu schwierigeren Aufgaben über. Man sucht zwischen Aufwärtswerfen und Auffangen zwei Steine, dann drei aufzunehmen; man wirft einen Stein mit der Linken in die Höhe und fängt ihn mit der Rechten auf; man wirft gleichzeitig mit der Linken und der Rechten je einen Stein in die Höhe und fängt den mit der linken Hand geworfenen mit der rechten Hand auf und umgekehrt.
Im allgemeinen finden beim Paschen Kieselsteine Verwendung.

 

Die aus Kürbiskernen gefertigten Paschsteine, die hier abgebildet sind, bieten den Kieseln gegenüber den Vorteil, dass sie, wenn das Auffangen misslingt, auf dem Tisch nach dem Fall festliegen und nicht davonrollen. Man fertigt diese Paschsteine, indem man vier oder mehr Kürbiskerne mit einem festen Zwirnfaden unterhalb der Spitze durchzieht und zusammenbündelt.
Mir persönlich fällt dazu nun noch ein, dass man die “Paschsteine” auch als Dekoelement für Floristikarbeiten verwenden könnte.

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Blumenampel aus Kürbiskernen

Vor 100 Jahren war das Bastelmaterial wesentlich dünner gesät als heute. Also wurde – unter anderem – auch viel auf Bastelmaterial, das in der Natur zu finden war, zurückgegriffen. Wir kennen das auch heute noch – zum Beispiel Kastanienmännchen. Was heute aber nicht mehr ganz so häufig gemacht wird, ist das Basteln mit Kürbiskernen. Dabei ist auch dieses Bastelmaterial praktisch umsonst bzw. Abfall, denn wer gerne Kürbis ist, dürfte Kürbiskerne in Hülle und Fülle haben.

Hier findest du eine ganz alte Anleitung für eine Blumenampel:

Die erste Reihe der Kerne ist auf einen Drahtring gezogen, dessen Enden übereinander greifen und ihren Zusammenschluss durch die Kerne erhalten. Man tut gut, die Löcher mit einem Stecher vorzubohren, damit die Kerne beim Aufreihen nicht platzen.
Zwischen jeden Kern der ersten Reihe wird ein Kern der zweiten Reihe geschoben und am oberen Ende mit Nadel und festem Faden durchzogen; in der dritten Reihe sehen wir je einen Kern zwischen zwei Kernen der zweiten Reihe. In der vierten Reihe folgt wieder jeder Kern auf einen solchen der darüberstehenden Reihe.
Die Spitzen werden auch hier wieder mit dem Faden durchzogen, dieser wird fest verknotet und der Beutel so geschlossen.
Schematisch dargestellt geben die Reihen dieses Bild:

Hat man genügend Kerne zur Verfügung, so wird man nach den gegebenen Weisungen eine hübsche Blumentopfhülle fertigen können, man nimmt dann aber für jede Reihe die gleiche Anzahl Kerne. Unten bleibt die Hülle offen.

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Selterskrüge als Tonzylinder

Die bekannten Selterswasser- und Branntweinkrüge aus glasiertem Ton lassen sich sehr gut als Ersatz für die teuren Tonzylinder in den Daniell- und Bunsenelementen verwenden:

Man feilt in der erforderlichen Höhe eine tiefe Rille ein und kann dann den Kopf abschlagen, ohne den unteren Teil zu zersplittern. Der zackige Rand wird glattgefeilt und mit Schellack überzogen. Auf der Außenseite entfernt man mit Hilfe einer Grobfeile die Glasur. In kurzer Zeit zerfrist dann die Säure die Glasur der Innenseite.

 

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Blechbecher

Sehr gut lassen sich alte Konservenbüchsen zu kleinen Bechern (als Schöpfgefäß für das Boot, als Trinkbecher, Maß für Geflügelfutter, Küchen-, Spielgerät usw.) umarbeiten, die den großen Vorzug haben, dass sie nichts kosten als eine geringe Mühe, so dass auch ihr Verlust nicht sehr schmerzt.
Gleich beim Öffnen der Dose nehmen wir auf die künftige Verwendung Bedacht, indem wir den Deckel von oben her dicht am Falzrand herausschneiden, so dass also die Wulst als Verstärkung des Randes stehen bleibt.
Etwa übrigbleibende scharfe Zacken feilen wir glatt und klopfen sie flach.
Für den Henkel schneiden wir einen passenden Streifen aus einer Konservendose, biegen und klopfen die Ränder der Längsseiten um, geben ihm die rechte Form und löten ihn an das Gefäß.

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Über die Verwendung abgebrochener Sägeblätter

Jeder Bastler wird so ein brauchbares Handwerkszeug aus scheinbar Wertlosem herstellen und sicher auch gut verwenden können.

Man sägt sich aus Hartholz einen Griff und schlitzt ihn vorn auf. Mittels zweier Holzschrauben kann man das abgebrochene Sägeblatt einspannen und so wieder verwenden, besonders wenn es feingezählt ist.

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Waschapparat für die Puppenküche

Hierzu benötigt man eine zylindrische Blechbüchse von 4 cm Durchmesser und 10 cm Höhe samt Deckel, eine rechteckige Blechbüchse von 10 cm Länge, 6 bis 7 cm Höhe und 1 cm Breite, einige Abfallstücke von Weiß (Konservenbüchsen-)blech, zwei kleine Messinghähne, ein Hartholzbrettchen von 14 cm Länge, 8 cm Breite und 0,5 cm Stärke, endlich vier bis sechs kleine Nägel oder Schräubchen.
An die gut gereinigte runde Blechbüchse ist der Deckel anzulöten. Sodann wird diese Büchse nach ihrer Längsmitte quer bis an die dem Schnitt gegenüberliegende Mantelfläche durchgeschnitten, letztere horizontal abgebogen, von den Bodenstücken befreit, flachgeklopft und bis auf einen 1 cm breiten Streifen abgeschnitten. In der Bodenmitte dieses Waschbeckens muss dann noch eine Wasserabflussöffnung angebracht werden, in die ein kurzes Blechröhrchen oder ein gerader Messinghahn einzulöten ist.
Das rechteckige Blechkästchen samt abnehmbarem Blech- oder Holzdeckel lässt sich aus Weiß(Konservenbüchsen-)blech nach dem Ausmaßen der nächsten Abbildung leicht anfertigen, falls keine geeignete Sardinenbüchse zur Verfügung steht.

Es muss wasserdicht zusammengelötet, am unteren Rand der Vorderseite mit einem Messinghahn versehen werden und ist auf den wagrechten Blechstreifen des Waschbeckens aufzulöten.


Die aus Weißblechabfällen nach der nächsten Abbildung angefertigten Ständer des Waschapparats sind an diesen seitlich und mit dem wagrechten Lamellen unterhalb des Wasserkästchens anzulöten.

Sodann ist die ganze Vorrichtung mit den nach außen umgebogenen und mit zwei bis drei Löchern versehenen Fußteilen an das Grundbrettchen anzunageln oder anzuschrauben.
Das Wasserkästchen hat einen Fassungsraum von 60 oder 70 cm³, je nach der gewählten Höhe; das Waschbecken, ganz gefüllt einen solchen von rund 62 cm³ gewählten Höhe; das Waschbecken, ganz gefüllt einen solchen von rund 62 cm³ J= (Pir²h)/2. Das Wasserquantum des vollgefüllten Reservoirs reicht demnach für zwei Verwendungen, weil das Waschbecken höchstens bis zur Hälfte mit Wasser gefüllt werden soll.
Zum Auffangen des aus dem Waschbecken abzulassenden Schmutzwassers ist ein kleiner Blecheimer unter das durch ein Kork(Gummi-)Stückchen verschlossene Abflussröhrchen (den Ablasshahn) zu stellen und der Verschluss sodann zu öffnen.

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