Archiv für den Monat: November 2019

Sessel für die Puppenstube

Die schön geformte Lehne des Puppensessels, die in den zierlichen Füßen endet, ist nichts anderes als der Halsknochen vom Gänsegerippe, der so genannte Schlitten. In ähnlicher Linienführung wie dieser ist das dritte Stuhlbein aus Zigarrenkistenholz geschnitten.

Der Sitz besteht aus einem Pappbrettchen, das mit rotem Stoff überzogen und mit Watte gepolstert worden ist. Zur Befestigung des Sitzes an den Stuhlbeinen und zu der des Überzuges am Brettchen bedient man sich kleiner dünner Stecknadeln. Das Gestell wird mit flüssiger Goldbronze angestrichen, die mit dem roten Überzug eine prächtige Gesamtwirkung gibt. Ein solcher Sessel kann auch als Nadelkissen auf das Nähtischchen gestellt werden.

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Schmetterlinge aus Karpfenknochen

Ebenso wertvoll wie die geschickte Hand ist für uns Liebhaberkünstler ein offenes Auge für Naturformen, die wir unseren Zwecken nutzbar machen können. Beweiskräftig dafür sind diese Schmetterlinge, deren Bestandteile in der Hauptsache einem Karpfenkopf entstammen, nur der Leib des größeren und der Kopf des kleineren Schmetterlings sind aus Holundermark geschnitzt, als Fühler fanden feine Gräten Verwendung.

Fischleim oder Syndetikon gibt ein gutes Bindemittel für die einzelnen Teile. Für die Augen verwendet man Glasperlen, für die Beine dünnen Draht.

 

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Ein hübsches Spielzeug aus Gänsekielen

Aus Gänsekielen lässt sich ein niedliches Spielzeug anfertigen. Es hat den Vorzug, dass es nichts kostet, von Kindern selbst hergestellt werden kann und ihnen daher viel Freude macht.

Wir brauchen dazu nur fünf gute Gänsekielfedern und eine Haarnadel, als Werkzeug nur das Taschenmesser. Die obenstehende Zeichnung gibt Wegweisung für die Anfertigung.
Von vier Gänsefedern schneidet man sich etwa 10 cm langen Stücke ab.
Nummer 1 und 2 erhalten etwa 1 cm von der Spitze entfernt ein Loch zur Aufnahme der Achse des Rädchen. Diese Löcher dürfen aber nicht durch die Feder hindurchgehen, sondern nur durch eine Wand gebohrt werden, da die andere Wand als gegen Lager dienen muss. Nummer 3 erhält genau in der Mitte einen Spalt. Nummer 4 erhält 3 cm von der Spitze entfernt eine Kerbe. Jetzt wäre noch das Rädchen herzustellen. Wir schneiden von einem guten Gänsekiel zwei je 4 cm lange Stückchen ab. Diese müssen an beiden Enden offen sein. Nummer 5 bekommt in der Mitte ein Spalt, durch welchen wir Nummer 6 hindurchstecken. Es muss dann ein winkelrechtes Kreuz entstehen. Jetzt bohren wir in der Mitte dieses Kreuzchens ein Loch. Durch diese stecken wir ein schwaches Federkielchen und durch letzteres die Achse. Dazu nehmen wir ein entsprechend langes Stück einer größeren Haarnadel und einer Stricknadel.
Nun stellen wir alles zusammen, wie es die Abbildung 7 zeigt. Bei A. nehmen wir den kleinen Apparat in den Mund und blasen hinein. Durch Vor- oder Rückschieben des Mundstückes müssen wir den aus der Kerbe nach oben steigenden Luftstrom so einstellen, dass er sich in den Spitzen des Rädchen fängt, und dann wird dieses sich luftig drehen.

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Ein Pianino für die Puppenstube

Zu diesem Einrichtungsstück einer Puppenstube sind neun Zündholzschachteln von 4,5: 3,5: 1,5 cm, ein Stück Zigarrenkisten Holz, ein Stück Karton von 10,5:5 cm und ein halber Bogen rotbraunes oder schwarzes Glanzpapier erforderlich.
Alle neun Zündholzschachteln sind zunächst zu je drei Stücken nebeneinander zusammenzukleben (Abbildung 1 und 2a, b, c). Dann wird ein solcher Teil, als Unterteil des Pianinos, senkrecht auf ein Stück Zigarrenkistenholz von 11:3:0,4 cm, das an seiner Unterseite mit vier Holzfüßchen versehen wurde, aufgeleimt, der zweite aus drei Schachteln bestehende Teil auf den ersten horizontalen und auf letzterem der dritte Teil des Pianinos wieder senkrecht so angebracht, dass die Rückseiten aller drei Teile in einer Ebene liegen.

Hierauf sind die aus Karton zugeschnittenen Seitenteile anzukleben und die Vorder-und Seitenwände, sowie die Rückseite des Pianinos mit dem gewählten Glanzpapier sauber zu überziehen. Auf dem horitzontalen Mittelteil ist sodann die nach Abbildung 1d auf einem Streifen Zeichenpapier ausgeführte Klaviatur aufzukleben und darüber der aus Karton zugeschnittene und mit Glanzpapier vollständig überzogener Deckel anzubringen. Dieser ist längsseits in seiner Mitte mit dem Messer zu ritzen oder besser aus zwei mittels eines dünnen Gazestreifens verbundenen Teilen zu fertigen und nur mit seiner rückwärtigen Hälfte auf den Mittelteil des Pianinos anzukleben. Das Vorderteil des Deckel hat die Klaviatur zu bedecken und zurückgeschlagen als Notenpult zu dienen. Oben ist das Pianino durch einen mit Glanzpapier ganz überzogenes Stückkarton von 11:2 cm abzuschließen und dessen Vorderrand nach aufwärts abzubiegen.
Zwei kleine aus dünnem Laubsäge-(Zigarrenkisten-)holz geschnitzte Armleuchter und Pedale, von denen letztere mit einer aus Zigarrenkistenholz ausgesägten Lyra (Leier) verbunden werden können und zu bronzieren sind, vervollständigen die kleine, gefällige Arbeit.

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