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Paschsteine aus Kürbiskernen

Früher war nicht nur Bastelmaterial teuer – oder gar nicht erst erhältlich – sondern auch Spielzeug wurde aus allen möglichen alltäglichen Dingen selbst hergestellt. Hier findest du die Bastelanleitung für die Paschsteine – und die Spielanleitung wird gleich mitgeliefert…

Das Paschen ist eine kleine Jongleurkunst der Kinder. Man legt drei Steine in einer Reihe auf den Tisch, wirft den ersten in die Luft, hebt den zweiten auf und sucht noch schnell den herabfallenden ersten Stein aufzufangen. Ist dieser Versuch nach einigem Üben gelungen, so geht man zu schwierigeren Aufgaben über. Man sucht zwischen Aufwärtswerfen und Auffangen zwei Steine, dann drei aufzunehmen; man wirft einen Stein mit der Linken in die Höhe und fängt ihn mit der Rechten auf; man wirft gleichzeitig mit der Linken und der Rechten je einen Stein in die Höhe und fängt den mit der linken Hand geworfenen mit der rechten Hand auf und umgekehrt.
Im allgemeinen finden beim Paschen Kieselsteine Verwendung.

 

Die aus Kürbiskernen gefertigten Paschsteine, die hier abgebildet sind, bieten den Kieseln gegenüber den Vorteil, dass sie, wenn das Auffangen misslingt, auf dem Tisch nach dem Fall festliegen und nicht davonrollen. Man fertigt diese Paschsteine, indem man vier oder mehr Kürbiskerne mit einem festen Zwirnfaden unterhalb der Spitze durchzieht und zusammenbündelt.
Mir persönlich fällt dazu nun noch ein, dass man die “Paschsteine” auch als Dekoelement für Floristikarbeiten verwenden könnte.

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Ein hübsches Spielzeug aus Gänsekielen

Aus Gänsekielen lässt sich ein niedliches Spielzeug anfertigen. Es hat den Vorzug, dass es nichts kostet, von Kindern selbst hergestellt werden kann und ihnen daher viel Freude macht.

Wir brauchen dazu nur fünf gute Gänsekielfedern und eine Haarnadel, als Werkzeug nur das Taschenmesser. Die obenstehende Zeichnung gibt Wegweisung für die Anfertigung.
Von vier Gänsefedern schneidet man sich etwa 10 cm langen Stücke ab.
Nummer 1 und 2 erhalten etwa 1 cm von der Spitze entfernt ein Loch zur Aufnahme der Achse des Rädchen. Diese Löcher dürfen aber nicht durch die Feder hindurchgehen, sondern nur durch eine Wand gebohrt werden, da die andere Wand als gegen Lager dienen muss. Nummer 3 erhält genau in der Mitte einen Spalt. Nummer 4 erhält 3 cm von der Spitze entfernt eine Kerbe. Jetzt wäre noch das Rädchen herzustellen. Wir schneiden von einem guten Gänsekiel zwei je 4 cm lange Stückchen ab. Diese müssen an beiden Enden offen sein. Nummer 5 bekommt in der Mitte ein Spalt, durch welchen wir Nummer 6 hindurchstecken. Es muss dann ein winkelrechtes Kreuz entstehen. Jetzt bohren wir in der Mitte dieses Kreuzchens ein Loch. Durch diese stecken wir ein schwaches Federkielchen und durch letzteres die Achse. Dazu nehmen wir ein entsprechend langes Stück einer größeren Haarnadel und einer Stricknadel.
Nun stellen wir alles zusammen, wie es die Abbildung 7 zeigt. Bei A. nehmen wir den kleinen Apparat in den Mund und blasen hinein. Durch Vor- oder Rückschieben des Mundstückes müssen wir den aus der Kerbe nach oben steigenden Luftstrom so einstellen, dass er sich in den Spitzen des Rädchen fängt, und dann wird dieses sich luftig drehen.

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Ein Pianino für die Puppenstube

Zu diesem Einrichtungsstück einer Puppenstube sind neun Zündholzschachteln von 4,5: 3,5: 1,5 cm, ein Stück Zigarrenkisten Holz, ein Stück Karton von 10,5:5 cm und ein halber Bogen rotbraunes oder schwarzes Glanzpapier erforderlich.
Alle neun Zündholzschachteln sind zunächst zu je drei Stücken nebeneinander zusammenzukleben (Abbildung 1 und 2a, b, c). Dann wird ein solcher Teil, als Unterteil des Pianinos, senkrecht auf ein Stück Zigarrenkistenholz von 11:3:0,4 cm, das an seiner Unterseite mit vier Holzfüßchen versehen wurde, aufgeleimt, der zweite aus drei Schachteln bestehende Teil auf den ersten horizontalen und auf letzterem der dritte Teil des Pianinos wieder senkrecht so angebracht, dass die Rückseiten aller drei Teile in einer Ebene liegen.

Hierauf sind die aus Karton zugeschnittenen Seitenteile anzukleben und die Vorder-und Seitenwände, sowie die Rückseite des Pianinos mit dem gewählten Glanzpapier sauber zu überziehen. Auf dem horitzontalen Mittelteil ist sodann die nach Abbildung 1d auf einem Streifen Zeichenpapier ausgeführte Klaviatur aufzukleben und darüber der aus Karton zugeschnittene und mit Glanzpapier vollständig überzogener Deckel anzubringen. Dieser ist längsseits in seiner Mitte mit dem Messer zu ritzen oder besser aus zwei mittels eines dünnen Gazestreifens verbundenen Teilen zu fertigen und nur mit seiner rückwärtigen Hälfte auf den Mittelteil des Pianinos anzukleben. Das Vorderteil des Deckel hat die Klaviatur zu bedecken und zurückgeschlagen als Notenpult zu dienen. Oben ist das Pianino durch einen mit Glanzpapier ganz überzogenes Stückkarton von 11:2 cm abzuschließen und dessen Vorderrand nach aufwärts abzubiegen.
Zwei kleine aus dünnem Laubsäge-(Zigarrenkisten-)holz geschnitzte Armleuchter und Pedale, von denen letztere mit einer aus Zigarrenkistenholz ausgesägten Lyra (Leier) verbunden werden können und zu bronzieren sind, vervollständigen die kleine, gefällige Arbeit.

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Verwertung von Konservenbüchsen

Manche Hausfrau hat schon das Schicksal ihrer leeren Konservenbüchsen beklagt, mit denen sie nichts Besseres anzufangen wußte, als sie in den Kehricht zu werfen. Nun lassen sich aber sehr niedliche Vasen daraus anfertigen, die sich zu kleinen Geschenken, wie zum Schmuck des eigenen Heims trefflich eignen. Die Technik ist folgende:

Man schneidet zuerst die etwa noch daran befindlichen Reste des Deckels, sowie die schadhaften Ränder glatt mit der Blechschere ab, so daß man einen sauberen Becher erhält.

Dann wird die ganze Büchse von außen mit heißem Tischlerleim ziemlich dick bestrichen und rasch mit Gries, Reis oder grobkörnigem Sand bestreut. Alles Überflüssige schüttelt man ab.

Nachdem die Büchse trocken geworden, streicht man sie mit Bronzepulver, das mit ungereinigtem braunem Siccativ und etwas Petroleum angerührt ist, an. Innen, wo keine Körner festgeklebt sind, wird sie ebenfalls, aber in abstechender Farbe bronziert. Sehr gut sieht es z. B. aus, wenn die Büchsen von außen kupferrot, messinggrün, lila, blau oder silbern und von innen goldig angestrichen ist. Vergoldet man sie von außen, so streicht man sie innen statt mit Bronze lieber mit siegellackroter oder braunroter Ölfarbe an. Eine goldene Außen- und eine metallfarbene oder silberne Innenseite macht sich nicht gut, wie man denn auch echt goldene Becher niemals innen versilbert, während das Gegenteil üblich ist.

Die weitere Verzierung der Büchsen, die jetzt schon sehr hübsch aussehen, bewirken plastische Blumenornamente. Wer geschickt im Formen ist, kann eine zierliche Blütenranke – etwa einen Heckenrosenzweig oder eine Ranke von herbstlich gefärbtem Wein – aus Gummiknetmasse formen und in graziöser Anordnung mit Syndetikon auf der Büchse festkleben, indessen tun geleimte künstliche Blumen den gleichen Dienst. Man kann dazu alle alten Ball- oder Hutblumen verwenden. Sie werden zuerst losgewickelt, in heißen Tischlerleim getaucht und dann mit dem Stengel an einer Schnur zum Trocknen aufgehängt. Bevor sie völlig erstarrt sind, biegt man sie in die gewünschten Formen und Stellungen und läßt sie dann vollends trocknen. Darauf werden sie zu hübschen Ranken zusammengebunden, worauf man die aneinandergewickelten Stengel auch noch mit heißem Leim bestreicht, um ihnen in Übereinstimmung mit Blüten und Blätter die gleiche Dicke zu verleihen. Diese Ranken übermalt man mit Ölfarbe in den natürlichen Farben; sie sehen dann täuschend aus, wie Porzellanblumen, fast besser noch als die aus Knetmasse geformten. Zum Überfluß kann man sie noch mit farblosem Lack überziehen. Diese Blütenzweige werden alsdann auf die bronzierten Büchsen geklebt. Ranken aus Gummiknetmasse oder Brotteig bronziert man dagegen besser, da ihre Form doch meist nicht so naturgetreu ist, daß der farbige Anstrich ihnen nicht schadet. Der letztere läßt die Fehler nämlich so sehr viel mehr hervortreten.

Sehr gut sieht es aus, wenn man zu der plastischen Dekoration ein farbiges Seidenband fügt, welches die Büchse umschlingt und sich anmutig durch die Blüten windet. Statt Gries, Reis oder Sand kann man auch alte Flaschenkorke zum Bekleiden der Büchsen verwenden. Sie werden in kleine unregelmäßige Stücke zerschnitten und auf die Büchsen geleimt. Nach dem Bronzieren – indessen dürfen diese Korkstücke nur mit Silber oder Gold, niemals farbig bronziert werden – sehen die Büchsen fabelhaft gediegen aus, fast, als ob sie aus Edelmetall beständen.

Überhaupt gilt als Regel, dass diese dekorierten Büchsen um so hübscher sind, je dicker sie nach dem Bekleben erscheinen. Bleiben sie zu dünn, so gemahnen sie zu sehr an Blech.

Die mit Kork bekleideten erübrigen des Blumenschmucks, man umwindet sie nur mit einem schweren seidenen Band, das zur Schleife geknüpft wird.

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Taschenbandmaß aus Konservenbüchse

Zur Herstellung benötigt man eine kleine runde Blechschachtel von 5 cm Durchmesser und 2 cm Höhe samt Deckel. Der Mantel höherer Blechbüchsen von 5 cm Durchmesser wird nach Abnahme des Deckels bis auf 2 cm abgeschnitten. Den abfallenden Blechring kann man für anderweitige Verwendung aufheben. In der Mantelfläche der Blechschachtel oder der abgeschnittenen Blechbüchse wird ein 1,5 cm breiter schmaler Ausschnitt (Spalt) nach Abbildung 1a und b und in der Mitte der Schachteldeckel und -Boden je ein 1 bis 1,5 mm weites Bohrloch als Achsenlager angebracht. Dann wird das Loch des Schachtelbodens an seiner Außenseiter durch den zentral anzulötenden oberen Teil eines Metalldruckkopfes so überdeckt, dass das untere Achsenende in den Hohlraum des Knopfes eintreten kann (Abbildung 1, 4).

Nachher wird auf einem kurbelartig gebogenem Drahtstück von 1-1,5 mm Stärke eine Holzwelle von 1,15 m Durchmesser und 1,8 cm Höhe, die an ihrem Umfang mit einem queren Laubsägeeinschnitt versehen ist, derartig angebracht, das die Achse mit der Holzwelle in die geschlossene Büchse leicht drehbar hinein passt (Abbildung 2).
Von gutem, nicht zu starkem Pergamentpapier oder von Pausleinwand schneidet man hierauf 1,4 cm breite Streifen ab, klebt sie zu einem Stück von insgesamt etwa 1,51 m Länge zusammen und versieht dieses Band mit einer in Tusche ausgeführten Zentimeter- und Millimeter Einteilung (Abbildung 3). Das so erhaltenen Messband wird mit dem Ende der höchsten Zentimeterzahl (150) durch den Spalt des Büchsenmantels in das Innere der Schachtel geschoben und in den Einschnitt der Holzwelle gut eingeleimt. Das andere (äußere) Ende des Messbandes mit dem Beginn der Einteilung wird um ein 2 cm langes Hartholzdrahtstück geklebt (angenäht) und sodann der Büchsendeckel über die noch grifflose Kurbel auf die Schachtel aufgesetzt und nur an zwei Stellen leicht angelötet, um ihn bei eintretenden Störung abnehmen zu können (Abbildung 4). Dann erst ist die Kurbel mit einem kleinen Griffknopf zu versehen. Bei festsitzenden Deckeln kann das Anlöten auch entfallen.
Die längeren Messbänder muss die Holzwelle von kleineren, leicht zu ermittelnden Durchmessern angefertigt oder eine Schachtel (Büchse) von größerem Durchmesser genommen werden.

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Eine Teigspritze für Mehlspeisen (Spritzkrapfen)

Früher war das Upcyclen von Verpackungen und Co. ganz normal. Man hatte einfach nicht genug Geld um alles neu zu kaufen. Aus dieser Zeit stammt die Bastelanleitung für diese Teigspritze. Man benötigt dafür zwei Blechbüchsen vom 8 cm Höhe und 4 cm Durchmesser ohne Deckeln. Weiterlesen

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Tannenbaumbuch

Wenn du alte Bücher zu Hause hast, die du wegwerfen möchtest, dann solltest du dir das noch einmal überlegen – denn aus alten Büchern lassen sich noch tolle Weihnachtsdekorationen basteln, wie zum Beispiel einen Weihnachtsbaum. Weiterlesen

Werbung und mehr

Anhänger mit schattierten Kanten

Dass Werbung wichtig ist, wissen wir mittlerweile alle. Und natürlich gilt dies auch für diejenigen unter uns, die Upcyceln und die so geschaffenen Artikel – egal ob es sich dabei um Alltagsgegenstände oder um Kunst handelt – verkaufen möchte. Abgesehen von der Werbung, die man im Internet teils kostenlos, teils kostenpflichtig machen kann, bieten sich auch noch viele andere Formen der Werbung an, die mal mehr und mal weniger teuer ist. Weiterlesen