Archiv für den Monat: Oktober 2019

Thermosflasche aus Blechdose

Die Thermosgefäße dienen zum Warmhalten vorher erhitzter Flüssigkeiten. Ihre Wirkung beruht auf allmählicher Abgabe der beim Kochen aufgenommenen Schmelzwärme von Kristallen, mit denen die Hohlräume doppelwandiger Gefäße ausgefüllt sind. Alle schmelzbaren Körper werden bei bestimmter Temperatur flüssig.

Beim Schmelzen wird Wärme gebunden, die beim Erstarren der geschmolzenen Körper wieder zum Vorscheinen kommt.
Zur Herstellung benötigt man zwei reine Blechbüchsen samt Deckeln, von denen die höhere mit kleinerem Durchmesser sich auf dem Boden der etwas niedrigeren mit größerem Durchmesser so einlöten lassen muss, dass die beiden Mäntel der Blechbüchsen etwa 2 cm voneinander abstehen und einen Hohlraum einschließen, der bis zu vier fünftel seines Inhaltes mit kristallwasserhaltigem essigsaurem Natron (Natriumazetat, NAC2H3O2 + 3 aq (H2O)) auszufüllen ist.

Die innere, mit einem dicht schließenden Deckel versehene Büchse dient zur Aufnahme der warm zu haltenden Flüssigkeiten.
In den Deckel der niedrigeren Blechbüchse ist eine Öffnung vom Durchmesser des inneren (höheren) Blechgefäßes auszuschneiden und dieser Deckel, nach Füllung des Hohlraumes mit dem Natriumazetat, auf die äußere Büchse (über die innere) aufzusetzen und an diese, sowie an den Mantel der inneren Büchse dicht anzulöten.

Um das Thermosgefäß zu erhitzen und das essigsaure Natron zum Schmelzen zu bringen, wird es im Wasser bis zum Sieden erhitzt und so lange (etwa 19 Minuten) darinnen belassen, bis die Kristalle geschmolzen sind, was man beim Schütteln des Gefäßes durch das Gehör, feststellen kann, wenn das Geräusch der sich reibenden Kristalle aufhört. Überhitzung ist dabei zu vermeiden, weil durch diese das Thermosgefäß unwirksam werden kann.

Die Füllung (Natriumazetat) hält, selbst bei täglicher, aber richtiger Benützung der Gefäße, viele Jahre und braucht nicht erneuert zu werden.

Auf gleiche Weise lassen sich Gefäße zum Vorwärmen von Betten in ungeheizten Schlafzimmern während des Winters oder solche für länger andauernde warme Umschläge bei Erkrankungen, aus Steinkrügen von Mineralwässern, anfertigen.

Thermosgefäße, die mit Flüssigkeiten auf größere Entfernung getragen oder zu Umschlägen verwendet werden sollen, sind nach dem Erhitzen noch in schlechte Wärmeleiter (Tücher) einzuhüllen.

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Wassersprengwagen aus einer Konservendose

Eine leere, von etwa anhaftenden Deckelresten befreite und gut gereinigte Milchkonservenbüchse von 8 cm Höhe und 7 cm Durchmesser wird durch eine auf die oberer Öffnung aufzulötende Blechscheibe von 7,2 cm Durchmesser verschlossen, in deren unterstem Teil ein Loch von 0,5 cm Weite mit einem kurzen, etwa 1,5 cm lange Blechröhrchen anzubringen ist. Die Mantelfläche einer Konservenbüchse hat oben in ihrer Mitte eine kreisrunde Öffnung von 1,5 cm Durchmesser zu erhalten, die mit einem ungefähr 1,5 cm hohen, trichterartig aufzulötenden Blechmantel zu umgeben ist (Abb. 1, 2).

An das Wasserausflussröhchen wird dann ein gut passendes, etwa 12 cm langes Gummischlauchstück aufgeschoben, das an seinem oberen Ende mit einer kleinen, aus Blechabfällen selbst hergestellten Brause und mit einem Bindfaden zum Schwenken des Schlauches zu versehen ist (Abb. 3).

Das Ausflussröhrchen und der trichterförmige Aufsatz des Wasserbehälters können auch wegfallen. An Stelle des ersteren hat dann ein dicht passender Gummistöpsel mit einem Stück Glasröhrchen von 0,5 cm Durchmesser zu treten; die obere, zur Füllung des Wassergefäßes dienende Mantelöffnung kann frei bleiben oder ebenfalls mittels eines Korkens geschlossen werden, durch den ein kleiner Blech- oder Glastrichter in das Innere eingeführt wird.
Der fertige Wasserbehälter ist sodann auf einen bereits vorhandenen oder aus Blech (Laubsägeholz) leicht selbst herzustellenden, entsprechend großen zweirädrigen Karren so aufzusetzen und zu fixieren, dass das Ausflussröhrchen mit Schlauch und Brause an den Karrenteil ohne Deichsel (Handhaben) gelangt (Abb. 4).
Zur Füllung des Wasserbehälters ist der Schlauch mit der Brause in die Gabel am oberen Rand der hinteren Gefäßwand anzuhängen, zum Besprengen eines Gartenweges wieder herabzunehmen und während der Fahrt des Karrens mittels des Bindfadens in seitliche Schwingungen zu versetzen.
Für einen vierrädrigen Leiterwagen mit Holzpferden auf Rollen oder im Lastenauto (Kinderspielzeuge) dürfte es angezeigt sein, zwei Konservenbüchsen obiger Abmessung aneinanderzulöten.

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Verwertung von Konservenbüchsen

Manche Hausfrau hat schon das Schicksal ihrer leeren Konservenbüchsen beklagt, mit denen sie nichts Besseres anzufangen wußte, als sie in den Kehricht zu werfen. Nun lassen sich aber sehr niedliche Vasen daraus anfertigen, die sich zu kleinen Geschenken, wie zum Schmuck des eigenen Heims trefflich eignen. Die Technik ist folgende:

Man schneidet zuerst die etwa noch daran befindlichen Reste des Deckels, sowie die schadhaften Ränder glatt mit der Blechschere ab, so daß man einen sauberen Becher erhält.

Dann wird die ganze Büchse von außen mit heißem Tischlerleim ziemlich dick bestrichen und rasch mit Gries, Reis oder grobkörnigem Sand bestreut. Alles Überflüssige schüttelt man ab.

Nachdem die Büchse trocken geworden, streicht man sie mit Bronzepulver, das mit ungereinigtem braunem Siccativ und etwas Petroleum angerührt ist, an. Innen, wo keine Körner festgeklebt sind, wird sie ebenfalls, aber in abstechender Farbe bronziert. Sehr gut sieht es z. B. aus, wenn die Büchsen von außen kupferrot, messinggrün, lila, blau oder silbern und von innen goldig angestrichen ist. Vergoldet man sie von außen, so streicht man sie innen statt mit Bronze lieber mit siegellackroter oder braunroter Ölfarbe an. Eine goldene Außen- und eine metallfarbene oder silberne Innenseite macht sich nicht gut, wie man denn auch echt goldene Becher niemals innen versilbert, während das Gegenteil üblich ist.

Die weitere Verzierung der Büchsen, die jetzt schon sehr hübsch aussehen, bewirken plastische Blumenornamente. Wer geschickt im Formen ist, kann eine zierliche Blütenranke – etwa einen Heckenrosenzweig oder eine Ranke von herbstlich gefärbtem Wein – aus Gummiknetmasse formen und in graziöser Anordnung mit Syndetikon auf der Büchse festkleben, indessen tun geleimte künstliche Blumen den gleichen Dienst. Man kann dazu alle alten Ball- oder Hutblumen verwenden. Sie werden zuerst losgewickelt, in heißen Tischlerleim getaucht und dann mit dem Stengel an einer Schnur zum Trocknen aufgehängt. Bevor sie völlig erstarrt sind, biegt man sie in die gewünschten Formen und Stellungen und läßt sie dann vollends trocknen. Darauf werden sie zu hübschen Ranken zusammengebunden, worauf man die aneinandergewickelten Stengel auch noch mit heißem Leim bestreicht, um ihnen in Übereinstimmung mit Blüten und Blätter die gleiche Dicke zu verleihen. Diese Ranken übermalt man mit Ölfarbe in den natürlichen Farben; sie sehen dann täuschend aus, wie Porzellanblumen, fast besser noch als die aus Knetmasse geformten. Zum Überfluß kann man sie noch mit farblosem Lack überziehen. Diese Blütenzweige werden alsdann auf die bronzierten Büchsen geklebt. Ranken aus Gummiknetmasse oder Brotteig bronziert man dagegen besser, da ihre Form doch meist nicht so naturgetreu ist, daß der farbige Anstrich ihnen nicht schadet. Der letztere läßt die Fehler nämlich so sehr viel mehr hervortreten.

Sehr gut sieht es aus, wenn man zu der plastischen Dekoration ein farbiges Seidenband fügt, welches die Büchse umschlingt und sich anmutig durch die Blüten windet. Statt Gries, Reis oder Sand kann man auch alte Flaschenkorke zum Bekleiden der Büchsen verwenden. Sie werden in kleine unregelmäßige Stücke zerschnitten und auf die Büchsen geleimt. Nach dem Bronzieren – indessen dürfen diese Korkstücke nur mit Silber oder Gold, niemals farbig bronziert werden – sehen die Büchsen fabelhaft gediegen aus, fast, als ob sie aus Edelmetall beständen.

Überhaupt gilt als Regel, dass diese dekorierten Büchsen um so hübscher sind, je dicker sie nach dem Bekleben erscheinen. Bleiben sie zu dünn, so gemahnen sie zu sehr an Blech.

Die mit Kork bekleideten erübrigen des Blumenschmucks, man umwindet sie nur mit einem schweren seidenen Band, das zur Schleife geknüpft wird.

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Kinderspielzeug aus Konservenbüchsen

Eine kleine Wasserstationsanlage für Kindereisenbahnen lässt sich aus einer Konservenbüchse von 6,5 cm Durchmesser und 6 cm Höhe, einer Blechröhre von 1,3 cm Durchmesser und 14,5 cm Länge, drei Blechbüchsendeckeln von 3,5 cm Durchmesser und 0,5 cm Bordhöhe, die eine Messing-und Glasröhrchen von 0,5 cm Durchmesser und 3 cm Länge, einigen Drahtstücken (Haarnadeln) und Laubsägeholzabfällen, endlich einem Stück Gummischlauch von 0,6 cm Durchmesser und 12 cm Länge ausführen.

Die fertige Wasserstationsanlage

Von der Blechröhre ist ein 3,5 cm langes Stück abzuschneiden, sodann auf den längeren Röhrenteil unten und oben, auf den kurzen nur oben je einer der kleinen Blechdeckel, mit der hohe Seite nach auswärts gewendet, zentral anzulöten. Bei den kurzen Blechröhrchen ist der Deckelboden, der Weite des Röhrchen entsprechen, so auszunehmen, dass hierdurch das Wasserablaufrohr mit der Muschel entsteht. Das längere Blechrohr mit den beiden Deckeln bildet die Tragsäule des Wasserbehälters, die einerseits an diesem Boden zentrisch anzulöten, andererseits auf einem Grundbrettchen von etwa 9 x 9 cm aufzumontieren ist. Die Vorrichtung zum Ablassen des Wassers aus dem Behälter besteht aus dem kleinen, mit zwei seitlichen Öffnungen versehenen Messingsröhrchen, dem dazu passenden kurzen Holzkolben mit Führungsstange aus Draht, der Schere mit dem Hebel und der Zugstange aus Draht und ist nach Abbildung 2 auszuführen. Der mit Garn umwickelt Holzkolben muss in dem Messingsröhrchen begrenzt so verschiebbar sein, dass er die gegenüberliegenden Ausflussöffnungen abdichtet oder freigibt. Dieses Röhrchen ist in der etwa 0,5 cm weiten Bodenöffnung des Wasserbehälters (der Konservenbüchsen) senkrecht derart einzulöten, dass die für den Kolben bestimmter Hälfte nach innen, die andere nach außen gelangt. An das äußere Ende dieses Röhrchen wird das Schlauchstück mit dem kleinen Glasröhrchen angebracht, das zur Einleitung des erforderlichen Wasserquantums in den Wasserkasten des Tenders dient.
Der Wasserstandanzeiger, aus einer kleinen Rolle in Schere, einem Schwimmkörper (beschwerten Korkstück), einem Fadenstück und dem Zeiger hergestellt, wird neben der Skala angebracht, die dem Kubikinhalt des Wasserbehälters entspricht, der bei dem nicht ganz angefüllten, beschriebenen Modell rund 150 cm³ beträgt (J = r² Pi x h). Dieser Wasserstandanzeiger lässt durch einen Wasserstandglas ersetzen, das aus einem rechtwinklig abgebogenen Glasröhrchen von 0,4 cm Durchmesser und 6 cm Länge leichter hergestellt werden kann (Abbildung 2a, b.). Die aus Weißblech(Laubsägeholz-) Abfällen gefertigte Leiter hat eine Länge von 17 cm, eine Breite von 2,3 cm und acht Sprossen in Abständen von 2 cm. Sie wird an der Außenseite des Wasserbehälters neben der Zugvorrichtung und das Wasserablaufrohr mit der Muschel vor der Tragsäule am Grundbrettchen fest angebracht.

Die Einzelteile des Wasserstandanzeigers

Die Tragsäule des Wasserbehälters kann auch aus einer in zwei gleiche Teile zerschnittenen Garnrolle von 4,5 cm Höhe und 3,3 cm Scheibendurchmesser und einem Rundholzstab von 12 cm Länge und 1 cm Durchmesser, das Ablaufrohr samt Muschel aus einer Garnrolle von 4,5 cm Höhe und 3,3 cm Scheibendurchmesser, von der eine Scheibe glatt abgesägt wurde, hergestellt werden.
Die fertige, einer gebräuchlichen englischen Type nachgebildete Wasserstationsanlage ist schließlich noch mit einer passenden Emaillackfarbe zu überziehen und zur Verwendung zwischen zwei Geleisen der Kleinbahnanlage so aufzustellen, dass aus beiden Richtungen in die Station einfahrende Züge ihre Tenderwasservorräte ergänzen können, wozu sich der Wasserschlauch nach beiden Seiten hinüberführen lässt.

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Taschenbandmaß aus Konservenbüchse

Zur Herstellung benötigt man eine kleine runde Blechschachtel von 5 cm Durchmesser und 2 cm Höhe samt Deckel. Der Mantel höherer Blechbüchsen von 5 cm Durchmesser wird nach Abnahme des Deckels bis auf 2 cm abgeschnitten. Den abfallenden Blechring kann man für anderweitige Verwendung aufheben. In der Mantelfläche der Blechschachtel oder der abgeschnittenen Blechbüchse wird ein 1,5 cm breiter schmaler Ausschnitt (Spalt) nach Abbildung 1a und b und in der Mitte der Schachteldeckel und -Boden je ein 1 bis 1,5 mm weites Bohrloch als Achsenlager angebracht. Dann wird das Loch des Schachtelbodens an seiner Außenseiter durch den zentral anzulötenden oberen Teil eines Metalldruckkopfes so überdeckt, dass das untere Achsenende in den Hohlraum des Knopfes eintreten kann (Abbildung 1, 4).

Nachher wird auf einem kurbelartig gebogenem Drahtstück von 1-1,5 mm Stärke eine Holzwelle von 1,15 m Durchmesser und 1,8 cm Höhe, die an ihrem Umfang mit einem queren Laubsägeeinschnitt versehen ist, derartig angebracht, das die Achse mit der Holzwelle in die geschlossene Büchse leicht drehbar hinein passt (Abbildung 2).
Von gutem, nicht zu starkem Pergamentpapier oder von Pausleinwand schneidet man hierauf 1,4 cm breite Streifen ab, klebt sie zu einem Stück von insgesamt etwa 1,51 m Länge zusammen und versieht dieses Band mit einer in Tusche ausgeführten Zentimeter- und Millimeter Einteilung (Abbildung 3). Das so erhaltenen Messband wird mit dem Ende der höchsten Zentimeterzahl (150) durch den Spalt des Büchsenmantels in das Innere der Schachtel geschoben und in den Einschnitt der Holzwelle gut eingeleimt. Das andere (äußere) Ende des Messbandes mit dem Beginn der Einteilung wird um ein 2 cm langes Hartholzdrahtstück geklebt (angenäht) und sodann der Büchsendeckel über die noch grifflose Kurbel auf die Schachtel aufgesetzt und nur an zwei Stellen leicht angelötet, um ihn bei eintretenden Störung abnehmen zu können (Abbildung 4). Dann erst ist die Kurbel mit einem kleinen Griffknopf zu versehen. Bei festsitzenden Deckeln kann das Anlöten auch entfallen.
Die längeren Messbänder muss die Holzwelle von kleineren, leicht zu ermittelnden Durchmessern angefertigt oder eine Schachtel (Büchse) von größerem Durchmesser genommen werden.

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Obstpresse

Eine Obstpresse erhält man aus einer Konservenbüchse von 7 cm Durchmesser und 8 cm Höhe, bei der die Deckelreste entfernt und die Mantelfläche, bis nahe an den Boden, mit kreisrunden oder rechteckigen Ausschnitten versehen worden ist.

Diese Büchse wird auf einen Blechdeckel von 8 bis 9 cm Durchmesser und 1,5 cm Bordhöhe zentral so aufgelötet, dass der aus dem Pressgefäß auslaufende Fruchtsaft sich in dem Untersatz (Deckel) ansammeln kann, an dem, dicht oberhalb seines Bodens, ein Ablasshahn anzubringen ist. Das Ganze wird auf einer passenden, etwa 3 cm hohen Holzplatte derart aufmontiert, dass unter den Hahn ein kleines Sammelgefäß (Schale= gestellt werden kann. Auf der Holzplatte ist noch das Gestell für die Holz(Metall-)schraube, am unteren Ende der letzteren eine Hartholz-(Metall-)Scheibe vom Durchmesser der Büchse und oben die Radspeiche anzubringen.

Zum Gebrauch dreht man die Schraube so lange zurück, bis die Pressplatte aus dem Pressgefäß ganz herausgedreht ist, bringt dann das in kleine Stücke zerschnittene Obst (z.B. ¼ – ½ Zitrone) in das Innere und senkt die Pressplatte durch entgegengesetzte Drehung der Schraube, bis sie den nötigen, nach und nach zu verstärkenden Druck ausübt.
Bei dieser Schraubenpresse wirkt in der Richtung der Schraubenachse der zu überwindende Widerstand, die Last, und am Umfang der mit der Spindel verbundenen Speichen die Kraft.

Gleichgewichtsbedingung. P : Q = h : 2Rπ (h = Höhe eines Schraubenganges, R = Radius des von den Speichenenden beschriebenen Kreises.).

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Ziehbrunnen aus Konservendosen

 

Zu einem Ziehbrunnen, der das zum Kochen nötige Wasser liefern soll, benötigt man

1. ein Holzbrettchen von 0,5:12:18 cm;

2. ein Stück leere Milchkonservenbüchse;

3. ein Stück Rundholz von 1 bis 1,5 cm Durchmesser und 0 cm Länge.

 

Das Brettchen erhält in seiner Mitte einen kreisförmigen Ausschnitt von etwas geringerem Durchmesser als ihn die Konservenbüchse hat. Diese wird, nach Entfernung des Bodens, auf 6 cm Höhe abgeschnitten, sodann über den Ausschnitt des Brettchens befestigt und deren Mantelfläche mit Mauerpapier überklebt. (Klebemittel: einer Obertasse Kleister sind 20 Tropfen Chlorantimon [Antimontrichlorid SB(CL)3] in konzentrierter Auflösung zuzumischen).

Zu beiden Seiten der Büchse sind die Holzständer mit den Achsenlagern für die Welle anzubringen. Die Welle ist aus dem Rundholzstab mit abgedrehten Achsenstücken von 2 mm Durchmesser anzufertigen und auf der Außenseite des einen Ständers mit einer Kurbel oder einem größeren Holzrade zu versehen.

 

Den Schöpfeimer verfertigt man aus Blechabfällen und bringt ihn mittels eines kleingliedrigen Drahtkettchens oder einer dünnen Rebschnur an die Welle an, durch deren Umdrehung er auf- oder abgewickelt (aus dem Brunnen gehoben oder in ihn hinabgelassen) wird.

Die ganze Vorrichtung stellt man über eine Glas-(Blech-)Wanne, die so tief sein soll, dass der Schöpfeimer in das  in ihr befindliche Wasser eintauchen kann.

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Saug-Hebe-Pumpe

 

Eine Saug-(Hebe-)pumpe  lässt sich aus zwei Stück leeren Milchkonservenbüchsen von 7 cm Durchmesser und 8 cm Höhe, einem 4 cm langen Blasrohrstück von 1,8 cm Gesamtdurchmesser und einigen Blechabfällen herstellen. Eine dieser Konservenbüchsen wird der Wasserbehälter (Brunnen).
Aus dem Mantel der anderen Büchse fertigt man eine Blechröhre von 2 cm innerem Durchmesser und 16 cm Länge an, die an ihrem unteren Ende mit halbkreisförmigen Ausschnitten zum Eintritt des Wassers, 2 cm darüber mit einem Kugelventil, in der Höhe von 12 cm mit dem Auslaufrohr und am oberen ende mit dem aus stärkerem Eisenblech erzeugten und gut angelöteten Arme für den Pumpenhebel zu versehen ist.

In diese auf den Boden und an der inneren Mantelfläche der ersten Konservenbüchse gut angelöteten Röhre wird sodann das zweite, an einem stärkeren Drahtstück (Blechstreifen) beweglich angebrachte Kugelventil eingeführt und an den kürzeren Arm des Pumpenhebels angebracht; der andere, längere Hebelarm erhält die bewegliche Handhabe (den Pumpenschwengel) und wird sodann an dem Tragarm der Röhre, in vertikaler Richtung drehbar angebracht.
Die beiden Kugelventile sind aus dem Blasrohrstück anzufertigen, das in zwei gleiche Teile zu zerschneiden ist. Jeder von ihnen wird im Innern, von der unteren Bohröffnung nach oben, trichterartig erweitert, unten mit einem gut abdichtenden Blechplättchen gedeckt, das in seiner Mitte eine kreisrunde Öffnung von 4 mm Durchmesser erhält, die durch ein Flintenschrotkorn von etwas größerem Durchmesser geschlossen werden kann. Die obere Öffnung der Ventile wird durch netzartig anzubringenden Blumendraht so abgeschlossen, dass das Schrotkorn durch das aufsteigende Wasser aus dem Ventil nicht herausgehoben werden kann. Das untere Ventil ist durch zwei Stifte in seiner Lage zu fixieren. Beide Ventile sind auf ihrer Außenseite mit einer einfachen oder doppelten Lage Zwirn (Garn zu umwickeln, um die erforderliche Abdichtung im Rohre zu erzielen. Beim Pumpen ist der hydrostatische Druck der Wassersäule im Rohre zu überwinden. Für den zweiseitigen, ungleicharmigen Pumpenhebel gilt die Formel P:Q = p:q als Gleichgewichtsbedingung.

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Kreissäge

Eine Kreissäge als Betriebsmodell wird durch Zähnung des Bodens einer Konservenbüchse von 5-6 cm Durchmesser erhalten, der mit einer stärkeren, gut anzulötenden Drahtachse zu versehen ist, die an ihrem längeren Ende eine Transmissionsrolle erhält.

Das Sägeblatt wird von der Unterseite der Tischplatte in den zugehörigen Ausschnitt des Arbeitstischens eingeführt und dessen Achse in einer durch zwei Blechstreifen zu überdeckenden Nut eingelagert.

Da ein aus Blech gefertigter Arbeitstisch kaum gut aussehen würde, nimmt man für diesen Zweck besser ein paar aus Zigarrenkistenholz herzustellende Leisten und Brettchen. Höchstens die Tischplatte selbst kann man noch mit Blech beschlagen, das man auf den Kanten umfalzt.

Dagegen empfiehlt es sich, die Beine durch kleine Blechwinkel gegen die Tischplatte zu versteifen. Auch die Anfertigung einer Schutzvorrichtung aus Blech, verstellbarer Anschlag und Holzführung seien als mögliche, leicht anzubringende Vervollkommnung des niedlichen Modells angedeutet. Als Lager für die Drahtwelle dienen kleine gebogene Blechstreifen oder Drahtösen.

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