Sessel für die Puppenstube

Die schön geformte Lehne des Puppensessels, die in den zierlichen Füßen endet, ist nichts anderes als der Halsknochen vom Gänsegerippe, der so genannte Schlitten. In ähnlicher Linienführung wie dieser ist das dritte Stuhlbein aus Zigarrenkistenholz geschnitten.

Der Sitz besteht aus einem Pappbrettchen, das mit rotem Stoff überzogen und mit Watte gepolstert worden ist. Zur Befestigung des Sitzes an den Stuhlbeinen und zu der des Überzuges am Brettchen bedient man sich kleiner dünner Stecknadeln. Das Gestell wird mit flüssiger Goldbronze angestrichen, die mit dem roten Überzug eine prächtige Gesamtwirkung gibt. Ein solcher Sessel kann auch als Nadelkissen auf das Nähtischchen gestellt werden.

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Schmetterlinge aus Karpfenknochen

Ebenso wertvoll wie die geschickte Hand ist für uns Liebhaberkünstler ein offenes Auge für Naturformen, die wir unseren Zwecken nutzbar machen können. Beweiskräftig dafür sind diese Schmetterlinge, deren Bestandteile in der Hauptsache einem Karpfenkopf entstammen, nur der Leib des größeren und der Kopf des kleineren Schmetterlings sind aus Holundermark geschnitzt, als Fühler fanden feine Gräten Verwendung.

Fischleim oder Syndetikon gibt ein gutes Bindemittel für die einzelnen Teile. Für die Augen verwendet man Glasperlen, für die Beine dünnen Draht.

 

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Ein hübsches Spielzeug aus Gänsekielen

Aus Gänsekielen lässt sich ein niedliches Spielzeug anfertigen. Es hat den Vorzug, dass es nichts kostet, von Kindern selbst hergestellt werden kann und ihnen daher viel Freude macht.

Wir brauchen dazu nur fünf gute Gänsekielfedern und eine Haarnadel, als Werkzeug nur das Taschenmesser. Die obenstehende Zeichnung gibt Wegweisung für die Anfertigung.
Von vier Gänsefedern schneidet man sich etwa 10 cm langen Stücke ab.
Nummer 1 und 2 erhalten etwa 1 cm von der Spitze entfernt ein Loch zur Aufnahme der Achse des Rädchen. Diese Löcher dürfen aber nicht durch die Feder hindurchgehen, sondern nur durch eine Wand gebohrt werden, da die andere Wand als gegen Lager dienen muss. Nummer 3 erhält genau in der Mitte einen Spalt. Nummer 4 erhält 3 cm von der Spitze entfernt eine Kerbe. Jetzt wäre noch das Rädchen herzustellen. Wir schneiden von einem guten Gänsekiel zwei je 4 cm lange Stückchen ab. Diese müssen an beiden Enden offen sein. Nummer 5 bekommt in der Mitte ein Spalt, durch welchen wir Nummer 6 hindurchstecken. Es muss dann ein winkelrechtes Kreuz entstehen. Jetzt bohren wir in der Mitte dieses Kreuzchens ein Loch. Durch diese stecken wir ein schwaches Federkielchen und durch letzteres die Achse. Dazu nehmen wir ein entsprechend langes Stück einer größeren Haarnadel und einer Stricknadel.
Nun stellen wir alles zusammen, wie es die Abbildung 7 zeigt. Bei A. nehmen wir den kleinen Apparat in den Mund und blasen hinein. Durch Vor- oder Rückschieben des Mundstückes müssen wir den aus der Kerbe nach oben steigenden Luftstrom so einstellen, dass er sich in den Spitzen des Rädchen fängt, und dann wird dieses sich luftig drehen.

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Ein Pianino für die Puppenstube

Zu diesem Einrichtungsstück einer Puppenstube sind neun Zündholzschachteln von 4,5: 3,5: 1,5 cm, ein Stück Zigarrenkisten Holz, ein Stück Karton von 10,5:5 cm und ein halber Bogen rotbraunes oder schwarzes Glanzpapier erforderlich.
Alle neun Zündholzschachteln sind zunächst zu je drei Stücken nebeneinander zusammenzukleben (Abbildung 1 und 2a, b, c). Dann wird ein solcher Teil, als Unterteil des Pianinos, senkrecht auf ein Stück Zigarrenkistenholz von 11:3:0,4 cm, das an seiner Unterseite mit vier Holzfüßchen versehen wurde, aufgeleimt, der zweite aus drei Schachteln bestehende Teil auf den ersten horizontalen und auf letzterem der dritte Teil des Pianinos wieder senkrecht so angebracht, dass die Rückseiten aller drei Teile in einer Ebene liegen.

Hierauf sind die aus Karton zugeschnittenen Seitenteile anzukleben und die Vorder-und Seitenwände, sowie die Rückseite des Pianinos mit dem gewählten Glanzpapier sauber zu überziehen. Auf dem horitzontalen Mittelteil ist sodann die nach Abbildung 1d auf einem Streifen Zeichenpapier ausgeführte Klaviatur aufzukleben und darüber der aus Karton zugeschnittene und mit Glanzpapier vollständig überzogener Deckel anzubringen. Dieser ist längsseits in seiner Mitte mit dem Messer zu ritzen oder besser aus zwei mittels eines dünnen Gazestreifens verbundenen Teilen zu fertigen und nur mit seiner rückwärtigen Hälfte auf den Mittelteil des Pianinos anzukleben. Das Vorderteil des Deckel hat die Klaviatur zu bedecken und zurückgeschlagen als Notenpult zu dienen. Oben ist das Pianino durch einen mit Glanzpapier ganz überzogenes Stückkarton von 11:2 cm abzuschließen und dessen Vorderrand nach aufwärts abzubiegen.
Zwei kleine aus dünnem Laubsäge-(Zigarrenkisten-)holz geschnitzte Armleuchter und Pedale, von denen letztere mit einer aus Zigarrenkistenholz ausgesägten Lyra (Leier) verbunden werden können und zu bronzieren sind, vervollständigen die kleine, gefällige Arbeit.

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Thermosflasche aus Blechdose

Die Thermosgefäße dienen zum Warmhalten vorher erhitzter Flüssigkeiten. Ihre Wirkung beruht auf allmählicher Abgabe der beim Kochen aufgenommenen Schmelzwärme von Kristallen, mit denen die Hohlräume doppelwandiger Gefäße ausgefüllt sind. Alle schmelzbaren Körper werden bei bestimmter Temperatur flüssig.

Beim Schmelzen wird Wärme gebunden, die beim Erstarren der geschmolzenen Körper wieder zum Vorscheinen kommt.
Zur Herstellung benötigt man zwei reine Blechbüchsen samt Deckeln, von denen die höhere mit kleinerem Durchmesser sich auf dem Boden der etwas niedrigeren mit größerem Durchmesser so einlöten lassen muss, dass die beiden Mäntel der Blechbüchsen etwa 2 cm voneinander abstehen und einen Hohlraum einschließen, der bis zu vier fünftel seines Inhaltes mit kristallwasserhaltigem essigsaurem Natron (Natriumazetat, NAC2H3O2 + 3 aq (H2O)) auszufüllen ist.

Die innere, mit einem dicht schließenden Deckel versehene Büchse dient zur Aufnahme der warm zu haltenden Flüssigkeiten.
In den Deckel der niedrigeren Blechbüchse ist eine Öffnung vom Durchmesser des inneren (höheren) Blechgefäßes auszuschneiden und dieser Deckel, nach Füllung des Hohlraumes mit dem Natriumazetat, auf die äußere Büchse (über die innere) aufzusetzen und an diese, sowie an den Mantel der inneren Büchse dicht anzulöten.

Um das Thermosgefäß zu erhitzen und das essigsaure Natron zum Schmelzen zu bringen, wird es im Wasser bis zum Sieden erhitzt und so lange (etwa 19 Minuten) darinnen belassen, bis die Kristalle geschmolzen sind, was man beim Schütteln des Gefäßes durch das Gehör, feststellen kann, wenn das Geräusch der sich reibenden Kristalle aufhört. Überhitzung ist dabei zu vermeiden, weil durch diese das Thermosgefäß unwirksam werden kann.

Die Füllung (Natriumazetat) hält, selbst bei täglicher, aber richtiger Benützung der Gefäße, viele Jahre und braucht nicht erneuert zu werden.

Auf gleiche Weise lassen sich Gefäße zum Vorwärmen von Betten in ungeheizten Schlafzimmern während des Winters oder solche für länger andauernde warme Umschläge bei Erkrankungen, aus Steinkrügen von Mineralwässern, anfertigen.

Thermosgefäße, die mit Flüssigkeiten auf größere Entfernung getragen oder zu Umschlägen verwendet werden sollen, sind nach dem Erhitzen noch in schlechte Wärmeleiter (Tücher) einzuhüllen.

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Wassersprengwagen aus einer Konservendose

Eine leere, von etwa anhaftenden Deckelresten befreite und gut gereinigte Milchkonservenbüchse von 8 cm Höhe und 7 cm Durchmesser wird durch eine auf die oberer Öffnung aufzulötende Blechscheibe von 7,2 cm Durchmesser verschlossen, in deren unterstem Teil ein Loch von 0,5 cm Weite mit einem kurzen, etwa 1,5 cm lange Blechröhrchen anzubringen ist. Die Mantelfläche einer Konservenbüchse hat oben in ihrer Mitte eine kreisrunde Öffnung von 1,5 cm Durchmesser zu erhalten, die mit einem ungefähr 1,5 cm hohen, trichterartig aufzulötenden Blechmantel zu umgeben ist (Abb. 1, 2).

An das Wasserausflussröhchen wird dann ein gut passendes, etwa 12 cm langes Gummischlauchstück aufgeschoben, das an seinem oberen Ende mit einer kleinen, aus Blechabfällen selbst hergestellten Brause und mit einem Bindfaden zum Schwenken des Schlauches zu versehen ist (Abb. 3).

Das Ausflussröhrchen und der trichterförmige Aufsatz des Wasserbehälters können auch wegfallen. An Stelle des ersteren hat dann ein dicht passender Gummistöpsel mit einem Stück Glasröhrchen von 0,5 cm Durchmesser zu treten; die obere, zur Füllung des Wassergefäßes dienende Mantelöffnung kann frei bleiben oder ebenfalls mittels eines Korkens geschlossen werden, durch den ein kleiner Blech- oder Glastrichter in das Innere eingeführt wird.
Der fertige Wasserbehälter ist sodann auf einen bereits vorhandenen oder aus Blech (Laubsägeholz) leicht selbst herzustellenden, entsprechend großen zweirädrigen Karren so aufzusetzen und zu fixieren, dass das Ausflussröhrchen mit Schlauch und Brause an den Karrenteil ohne Deichsel (Handhaben) gelangt (Abb. 4).
Zur Füllung des Wasserbehälters ist der Schlauch mit der Brause in die Gabel am oberen Rand der hinteren Gefäßwand anzuhängen, zum Besprengen eines Gartenweges wieder herabzunehmen und während der Fahrt des Karrens mittels des Bindfadens in seitliche Schwingungen zu versetzen.
Für einen vierrädrigen Leiterwagen mit Holzpferden auf Rollen oder im Lastenauto (Kinderspielzeuge) dürfte es angezeigt sein, zwei Konservenbüchsen obiger Abmessung aneinanderzulöten.

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Verwertung von Konservenbüchsen

Manche Hausfrau hat schon das Schicksal ihrer leeren Konservenbüchsen beklagt, mit denen sie nichts Besseres anzufangen wußte, als sie in den Kehricht zu werfen. Nun lassen sich aber sehr niedliche Vasen daraus anfertigen, die sich zu kleinen Geschenken, wie zum Schmuck des eigenen Heims trefflich eignen. Die Technik ist folgende:

Man schneidet zuerst die etwa noch daran befindlichen Reste des Deckels, sowie die schadhaften Ränder glatt mit der Blechschere ab, so daß man einen sauberen Becher erhält.

Dann wird die ganze Büchse von außen mit heißem Tischlerleim ziemlich dick bestrichen und rasch mit Gries, Reis oder grobkörnigem Sand bestreut. Alles Überflüssige schüttelt man ab.

Nachdem die Büchse trocken geworden, streicht man sie mit Bronzepulver, das mit ungereinigtem braunem Siccativ und etwas Petroleum angerührt ist, an. Innen, wo keine Körner festgeklebt sind, wird sie ebenfalls, aber in abstechender Farbe bronziert. Sehr gut sieht es z. B. aus, wenn die Büchsen von außen kupferrot, messinggrün, lila, blau oder silbern und von innen goldig angestrichen ist. Vergoldet man sie von außen, so streicht man sie innen statt mit Bronze lieber mit siegellackroter oder braunroter Ölfarbe an. Eine goldene Außen- und eine metallfarbene oder silberne Innenseite macht sich nicht gut, wie man denn auch echt goldene Becher niemals innen versilbert, während das Gegenteil üblich ist.

Die weitere Verzierung der Büchsen, die jetzt schon sehr hübsch aussehen, bewirken plastische Blumenornamente. Wer geschickt im Formen ist, kann eine zierliche Blütenranke – etwa einen Heckenrosenzweig oder eine Ranke von herbstlich gefärbtem Wein – aus Gummiknetmasse formen und in graziöser Anordnung mit Syndetikon auf der Büchse festkleben, indessen tun geleimte künstliche Blumen den gleichen Dienst. Man kann dazu alle alten Ball- oder Hutblumen verwenden. Sie werden zuerst losgewickelt, in heißen Tischlerleim getaucht und dann mit dem Stengel an einer Schnur zum Trocknen aufgehängt. Bevor sie völlig erstarrt sind, biegt man sie in die gewünschten Formen und Stellungen und läßt sie dann vollends trocknen. Darauf werden sie zu hübschen Ranken zusammengebunden, worauf man die aneinandergewickelten Stengel auch noch mit heißem Leim bestreicht, um ihnen in Übereinstimmung mit Blüten und Blätter die gleiche Dicke zu verleihen. Diese Ranken übermalt man mit Ölfarbe in den natürlichen Farben; sie sehen dann täuschend aus, wie Porzellanblumen, fast besser noch als die aus Knetmasse geformten. Zum Überfluß kann man sie noch mit farblosem Lack überziehen. Diese Blütenzweige werden alsdann auf die bronzierten Büchsen geklebt. Ranken aus Gummiknetmasse oder Brotteig bronziert man dagegen besser, da ihre Form doch meist nicht so naturgetreu ist, daß der farbige Anstrich ihnen nicht schadet. Der letztere läßt die Fehler nämlich so sehr viel mehr hervortreten.

Sehr gut sieht es aus, wenn man zu der plastischen Dekoration ein farbiges Seidenband fügt, welches die Büchse umschlingt und sich anmutig durch die Blüten windet. Statt Gries, Reis oder Sand kann man auch alte Flaschenkorke zum Bekleiden der Büchsen verwenden. Sie werden in kleine unregelmäßige Stücke zerschnitten und auf die Büchsen geleimt. Nach dem Bronzieren – indessen dürfen diese Korkstücke nur mit Silber oder Gold, niemals farbig bronziert werden – sehen die Büchsen fabelhaft gediegen aus, fast, als ob sie aus Edelmetall beständen.

Überhaupt gilt als Regel, dass diese dekorierten Büchsen um so hübscher sind, je dicker sie nach dem Bekleben erscheinen. Bleiben sie zu dünn, so gemahnen sie zu sehr an Blech.

Die mit Kork bekleideten erübrigen des Blumenschmucks, man umwindet sie nur mit einem schweren seidenen Band, das zur Schleife geknüpft wird.

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Kinderspielzeug aus Konservenbüchsen

Eine kleine Wasserstationsanlage für Kindereisenbahnen lässt sich aus einer Konservenbüchse von 6,5 cm Durchmesser und 6 cm Höhe, einer Blechröhre von 1,3 cm Durchmesser und 14,5 cm Länge, drei Blechbüchsendeckeln von 3,5 cm Durchmesser und 0,5 cm Bordhöhe, die eine Messing-und Glasröhrchen von 0,5 cm Durchmesser und 3 cm Länge, einigen Drahtstücken (Haarnadeln) und Laubsägeholzabfällen, endlich einem Stück Gummischlauch von 0,6 cm Durchmesser und 12 cm Länge ausführen.

Die fertige Wasserstationsanlage

Von der Blechröhre ist ein 3,5 cm langes Stück abzuschneiden, sodann auf den längeren Röhrenteil unten und oben, auf den kurzen nur oben je einer der kleinen Blechdeckel, mit der hohe Seite nach auswärts gewendet, zentral anzulöten. Bei den kurzen Blechröhrchen ist der Deckelboden, der Weite des Röhrchen entsprechen, so auszunehmen, dass hierdurch das Wasserablaufrohr mit der Muschel entsteht. Das längere Blechrohr mit den beiden Deckeln bildet die Tragsäule des Wasserbehälters, die einerseits an diesem Boden zentrisch anzulöten, andererseits auf einem Grundbrettchen von etwa 9 x 9 cm aufzumontieren ist. Die Vorrichtung zum Ablassen des Wassers aus dem Behälter besteht aus dem kleinen, mit zwei seitlichen Öffnungen versehenen Messingsröhrchen, dem dazu passenden kurzen Holzkolben mit Führungsstange aus Draht, der Schere mit dem Hebel und der Zugstange aus Draht und ist nach Abbildung 2 auszuführen. Der mit Garn umwickelt Holzkolben muss in dem Messingsröhrchen begrenzt so verschiebbar sein, dass er die gegenüberliegenden Ausflussöffnungen abdichtet oder freigibt. Dieses Röhrchen ist in der etwa 0,5 cm weiten Bodenöffnung des Wasserbehälters (der Konservenbüchsen) senkrecht derart einzulöten, dass die für den Kolben bestimmter Hälfte nach innen, die andere nach außen gelangt. An das äußere Ende dieses Röhrchen wird das Schlauchstück mit dem kleinen Glasröhrchen angebracht, das zur Einleitung des erforderlichen Wasserquantums in den Wasserkasten des Tenders dient.
Der Wasserstandanzeiger, aus einer kleinen Rolle in Schere, einem Schwimmkörper (beschwerten Korkstück), einem Fadenstück und dem Zeiger hergestellt, wird neben der Skala angebracht, die dem Kubikinhalt des Wasserbehälters entspricht, der bei dem nicht ganz angefüllten, beschriebenen Modell rund 150 cm³ beträgt (J = r² Pi x h). Dieser Wasserstandanzeiger lässt durch einen Wasserstandglas ersetzen, das aus einem rechtwinklig abgebogenen Glasröhrchen von 0,4 cm Durchmesser und 6 cm Länge leichter hergestellt werden kann (Abbildung 2a, b.). Die aus Weißblech(Laubsägeholz-) Abfällen gefertigte Leiter hat eine Länge von 17 cm, eine Breite von 2,3 cm und acht Sprossen in Abständen von 2 cm. Sie wird an der Außenseite des Wasserbehälters neben der Zugvorrichtung und das Wasserablaufrohr mit der Muschel vor der Tragsäule am Grundbrettchen fest angebracht.

Die Einzelteile des Wasserstandanzeigers

Die Tragsäule des Wasserbehälters kann auch aus einer in zwei gleiche Teile zerschnittenen Garnrolle von 4,5 cm Höhe und 3,3 cm Scheibendurchmesser und einem Rundholzstab von 12 cm Länge und 1 cm Durchmesser, das Ablaufrohr samt Muschel aus einer Garnrolle von 4,5 cm Höhe und 3,3 cm Scheibendurchmesser, von der eine Scheibe glatt abgesägt wurde, hergestellt werden.
Die fertige, einer gebräuchlichen englischen Type nachgebildete Wasserstationsanlage ist schließlich noch mit einer passenden Emaillackfarbe zu überziehen und zur Verwendung zwischen zwei Geleisen der Kleinbahnanlage so aufzustellen, dass aus beiden Richtungen in die Station einfahrende Züge ihre Tenderwasservorräte ergänzen können, wozu sich der Wasserschlauch nach beiden Seiten hinüberführen lässt.

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Taschenbandmaß aus Konservenbüchse

Zur Herstellung benötigt man eine kleine runde Blechschachtel von 5 cm Durchmesser und 2 cm Höhe samt Deckel. Der Mantel höherer Blechbüchsen von 5 cm Durchmesser wird nach Abnahme des Deckels bis auf 2 cm abgeschnitten. Den abfallenden Blechring kann man für anderweitige Verwendung aufheben. In der Mantelfläche der Blechschachtel oder der abgeschnittenen Blechbüchse wird ein 1,5 cm breiter schmaler Ausschnitt (Spalt) nach Abbildung 1a und b und in der Mitte der Schachteldeckel und -Boden je ein 1 bis 1,5 mm weites Bohrloch als Achsenlager angebracht. Dann wird das Loch des Schachtelbodens an seiner Außenseiter durch den zentral anzulötenden oberen Teil eines Metalldruckkopfes so überdeckt, dass das untere Achsenende in den Hohlraum des Knopfes eintreten kann (Abbildung 1, 4).

Nachher wird auf einem kurbelartig gebogenem Drahtstück von 1-1,5 mm Stärke eine Holzwelle von 1,15 m Durchmesser und 1,8 cm Höhe, die an ihrem Umfang mit einem queren Laubsägeeinschnitt versehen ist, derartig angebracht, das die Achse mit der Holzwelle in die geschlossene Büchse leicht drehbar hinein passt (Abbildung 2).
Von gutem, nicht zu starkem Pergamentpapier oder von Pausleinwand schneidet man hierauf 1,4 cm breite Streifen ab, klebt sie zu einem Stück von insgesamt etwa 1,51 m Länge zusammen und versieht dieses Band mit einer in Tusche ausgeführten Zentimeter- und Millimeter Einteilung (Abbildung 3). Das so erhaltenen Messband wird mit dem Ende der höchsten Zentimeterzahl (150) durch den Spalt des Büchsenmantels in das Innere der Schachtel geschoben und in den Einschnitt der Holzwelle gut eingeleimt. Das andere (äußere) Ende des Messbandes mit dem Beginn der Einteilung wird um ein 2 cm langes Hartholzdrahtstück geklebt (angenäht) und sodann der Büchsendeckel über die noch grifflose Kurbel auf die Schachtel aufgesetzt und nur an zwei Stellen leicht angelötet, um ihn bei eintretenden Störung abnehmen zu können (Abbildung 4). Dann erst ist die Kurbel mit einem kleinen Griffknopf zu versehen. Bei festsitzenden Deckeln kann das Anlöten auch entfallen.
Die längeren Messbänder muss die Holzwelle von kleineren, leicht zu ermittelnden Durchmessern angefertigt oder eine Schachtel (Büchse) von größerem Durchmesser genommen werden.

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