Obstpresse

Eine Obstpresse erhält man aus einer Konservenbüchse von 7 cm Durchmesser und 8 cm Höhe, bei der die Deckelreste entfernt und die Mantelfläche, bis nahe an den Boden, mit kreisrunden oder rechteckigen Ausschnitten versehen worden ist.

Diese Büchse wird auf einen Blechdeckel von 8 bis 9 cm Durchmesser und 1,5 cm Bordhöhe zentral so aufgelötet, dass der aus dem Pressgefäß auslaufende Fruchtsaft sich in dem Untersatz (Deckel) ansammeln kann, an dem, dicht oberhalb seines Bodens, ein Ablasshahn anzubringen ist. Das Ganze wird auf einer passenden, etwa 3 cm hohen Holzplatte derart aufmontiert, dass unter den Hahn ein kleines Sammelgefäß (Schale= gestellt werden kann. Auf der Holzplatte ist noch das Gestell für die Holz(Metall-)schraube, am unteren Ende der letzteren eine Hartholz-(Metall-)Scheibe vom Durchmesser der Büchse und oben die Radspeiche anzubringen.

Zum Gebrauch dreht man die Schraube so lange zurück, bis die Pressplatte aus dem Pressgefäß ganz herausgedreht ist, bringt dann das in kleine Stücke zerschnittene Obst (z.B. ¼ – ½ Zitrone) in das Innere und senkt die Pressplatte durch entgegengesetzte Drehung der Schraube, bis sie den nötigen, nach und nach zu verstärkenden Druck ausübt.
Bei dieser Schraubenpresse wirkt in der Richtung der Schraubenachse der zu überwindende Widerstand, die Last, und am Umfang der mit der Spindel verbundenen Speichen die Kraft.

Gleichgewichtsbedingung. P : Q = h : 2Rπ (h = Höhe eines Schraubenganges, R = Radius des von den Speichenenden beschriebenen Kreises.).

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Ziehbrunnen aus Konservendosen

 

Zu einem Ziehbrunnen, der das zum Kochen nötige Wasser liefern soll, benötigt man

1. ein Holzbrettchen von 0,5:12:18 cm;

2. ein Stück leere Milchkonservenbüchse;

3. ein Stück Rundholz von 1 bis 1,5 cm Durchmesser und 0 cm Länge.

 

Das Brettchen erhält in seiner Mitte einen kreisförmigen Ausschnitt von etwas geringerem Durchmesser als ihn die Konservenbüchse hat. Diese wird, nach Entfernung des Bodens, auf 6 cm Höhe abgeschnitten, sodann über den Ausschnitt des Brettchens befestigt und deren Mantelfläche mit Mauerpapier überklebt. (Klebemittel: einer Obertasse Kleister sind 20 Tropfen Chlorantimon [Antimontrichlorid SB(CL)3] in konzentrierter Auflösung zuzumischen).

Zu beiden Seiten der Büchse sind die Holzständer mit den Achsenlagern für die Welle anzubringen. Die Welle ist aus dem Rundholzstab mit abgedrehten Achsenstücken von 2 mm Durchmesser anzufertigen und auf der Außenseite des einen Ständers mit einer Kurbel oder einem größeren Holzrade zu versehen.

 

Den Schöpfeimer verfertigt man aus Blechabfällen und bringt ihn mittels eines kleingliedrigen Drahtkettchens oder einer dünnen Rebschnur an die Welle an, durch deren Umdrehung er auf- oder abgewickelt (aus dem Brunnen gehoben oder in ihn hinabgelassen) wird.

Die ganze Vorrichtung stellt man über eine Glas-(Blech-)Wanne, die so tief sein soll, dass der Schöpfeimer in das  in ihr befindliche Wasser eintauchen kann.

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Saug-Hebe-Pumpe

 

Eine Saug-(Hebe-)pumpe  lässt sich aus zwei Stück leeren Milchkonservenbüchsen von 7 cm Durchmesser und 8 cm Höhe, einem 4 cm langen Blasrohrstück von 1,8 cm Gesamtdurchmesser und einigen Blechabfällen herstellen. Eine dieser Konservenbüchsen wird der Wasserbehälter (Brunnen).
Aus dem Mantel der anderen Büchse fertigt man eine Blechröhre von 2 cm innerem Durchmesser und 16 cm Länge an, die an ihrem unteren Ende mit halbkreisförmigen Ausschnitten zum Eintritt des Wassers, 2 cm darüber mit einem Kugelventil, in der Höhe von 12 cm mit dem Auslaufrohr und am oberen ende mit dem aus stärkerem Eisenblech erzeugten und gut angelöteten Arme für den Pumpenhebel zu versehen ist.

In diese auf den Boden und an der inneren Mantelfläche der ersten Konservenbüchse gut angelöteten Röhre wird sodann das zweite, an einem stärkeren Drahtstück (Blechstreifen) beweglich angebrachte Kugelventil eingeführt und an den kürzeren Arm des Pumpenhebels angebracht; der andere, längere Hebelarm erhält die bewegliche Handhabe (den Pumpenschwengel) und wird sodann an dem Tragarm der Röhre, in vertikaler Richtung drehbar angebracht.
Die beiden Kugelventile sind aus dem Blasrohrstück anzufertigen, das in zwei gleiche Teile zu zerschneiden ist. Jeder von ihnen wird im Innern, von der unteren Bohröffnung nach oben, trichterartig erweitert, unten mit einem gut abdichtenden Blechplättchen gedeckt, das in seiner Mitte eine kreisrunde Öffnung von 4 mm Durchmesser erhält, die durch ein Flintenschrotkorn von etwas größerem Durchmesser geschlossen werden kann. Die obere Öffnung der Ventile wird durch netzartig anzubringenden Blumendraht so abgeschlossen, dass das Schrotkorn durch das aufsteigende Wasser aus dem Ventil nicht herausgehoben werden kann. Das untere Ventil ist durch zwei Stifte in seiner Lage zu fixieren. Beide Ventile sind auf ihrer Außenseite mit einer einfachen oder doppelten Lage Zwirn (Garn zu umwickeln, um die erforderliche Abdichtung im Rohre zu erzielen. Beim Pumpen ist der hydrostatische Druck der Wassersäule im Rohre zu überwinden. Für den zweiseitigen, ungleicharmigen Pumpenhebel gilt die Formel P:Q = p:q als Gleichgewichtsbedingung.

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Kreissäge

Eine Kreissäge als Betriebsmodell wird durch Zähnung des Bodens einer Konservenbüchse von 5-6 cm Durchmesser erhalten, der mit einer stärkeren, gut anzulötenden Drahtachse zu versehen ist, die an ihrem längeren Ende eine Transmissionsrolle erhält.

Das Sägeblatt wird von der Unterseite der Tischplatte in den zugehörigen Ausschnitt des Arbeitstischens eingeführt und dessen Achse in einer durch zwei Blechstreifen zu überdeckenden Nut eingelagert.

Da ein aus Blech gefertigter Arbeitstisch kaum gut aussehen würde, nimmt man für diesen Zweck besser ein paar aus Zigarrenkistenholz herzustellende Leisten und Brettchen. Höchstens die Tischplatte selbst kann man noch mit Blech beschlagen, das man auf den Kanten umfalzt.

Dagegen empfiehlt es sich, die Beine durch kleine Blechwinkel gegen die Tischplatte zu versteifen. Auch die Anfertigung einer Schutzvorrichtung aus Blech, verstellbarer Anschlag und Holzführung seien als mögliche, leicht anzubringende Vervollkommnung des niedlichen Modells angedeutet. Als Lager für die Drahtwelle dienen kleine gebogene Blechstreifen oder Drahtösen.

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Straßenwalze für Pferdezug

Eine Straßenwalze für Pferdezug lässt sich aus einer Milchkonservenbüchse von 7 cm Durchmesser und 8 cm Höhe, einer stärkeren Haarnadel oder einem anderen Drahtstück, sechs Blechstreifen von 11 cm Länge und 0,8 cm Breite, einen Weißblechabfallstück von 8:8 cm, einem Hartholzplättchen von 4 cm Länge, 1 cm Breite und 0,8 cm Höhe und einem Hartholzrundstab von 14 cm Länge und 0,5 cm Durchmesser anfertigen.

Für die gut gereinigte, von Deckelresten befreite Konservenbüchse wird aus dem Weißblechabfall ein Deckel zugeschnitten und gleich dem Boden mit einem zentralen Loch für die Drahtachse versehen. Sodann wird die Achse in das Bodenstück der Büchse senkrecht so eingelötet, dass je 4 mm über die beiden Grundflächen herausstehen; das Innere der Büchse füllt man bis an den oberen Rand mit dickflüssigem Zement (Gips) und lötet nach dessen Erstarren den über das andere Achsenende gestülpten Deckel an den Büchsenmantel an.Der Blechrahmen mit den Achsen- und Deichsellagern ist nach der folgenden Abbildung aus den Blechstreifen zusammenzustellen.

An die Enden der senkrechten, in ihrer Mitte für die Walzenachse durchlochten Rahmenseiten sind oben und unten die aufrechten, in ihrer Mitte für die Deichsel ebenfalls durchlochten Verbindungsstreifen so anzulöten, dass zwischen ihnen ein freier Raum bleibt, in dem das rückwärtige Deichselende mittels eines Vorsteckers wagrecht drehbar angebracht werden kann. Eine Längsseite des Rahmens ist an die Querverbindungen erst nach Einlagerung der Walze anzulöten.
Die mit Wage und Zugdritteln (Ortscheiten) ausgestattet, aus dem Hartholzplättchen und dem Rundholzstäbchen nach der nächsten Abbildung gefertigten Deichsel lässt sich in beiden Fahrtrichtungen am Walzenrahmen anbringen und nach Bedarf auswechseln.


Als Vorstecke für die Deichsel sind zwei kurze, stärkere, mit kleingliedrigen Messingkettchen an die beiden Rahmenoberteile befestigte Nägel (Stifte) zu verwenden.

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Puppenzimmeröfen

Puppenzimmeröfen lassen sich als runde Salon- (Füll, Dauerbrand-) Öfen aus einzelnen, genügend hohen, oder zwei übereinander aufgelöteten Konservenbüchsen anfertigen.

 

Die zugehörigen Kohlen-(Holz-)Truhen, Kohlenschaufeln und Feuerhaken können in verjüngtem Maße nach den Originalen aus Blechabfällen hergestellt werden.

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Turbine aus einer Blechbüchse

Zu einer Turbine (Wasserrad) benötigt man eine Blechbüchse von 10 cm Durchmesser und 3,5 cm Höhe samt Deckel, ein Hartholzstück von 3 : 10: 10 cm und einige Blechabfälle.

Büchse und Deckel werden in ihrer Mitte mit Bohrlöchern von 0,4 cm versehen.

An ihren Außenseiten sind die aus stärkerem Blech geschnittenen Träger so anzulöten, dass die Achsenlager sich decken.

In der Mitte des oberen Umfangs der Büchse ist eine Öffnung von 1 cm Durchmesser für das tangential anzulötende Wasserzuleitungsrohr aus Blech, und unten eine Öffnung von 2 cm für den trichterförmigen Ansatz des Ablaufrohrs (Schlauches) anzubringen.

Aus dem Holzstücke wird eine kreisrunde Scheibe von 8,5 cm Durchmesser ausgesägt und in der Mitte mit einem Achsenlager versehen. Dann sind am Umfang dieser Holzscheibe mit der Laubsäge radiale (gegen den Mittelpunkt führende) Einschnitte von 2 cm Tiefe zu machen und in diese die aus Blechstücken löffelartig geformten 3,3 cm breiten Radschaufeln so einzusetzen, dass deren oberes Ende knapp an dem inneren Umfang der Büchse rotieren kann, ohne ihn zu berühren.

Hierauf wird die Achse in das Turbinenrad eingekeilt, durch die Bodenöffnung der Büchse geschoben, der Deckel mit seiner Öffnung über das andere Achsenende aufgesetzt und der Gang der Maschine erprobt. Die Schaufeln dürfen dabei die Seitenwände der Büchse nicht berühren. Falls alles stimmt, wird der Deckel an die Büchse angelötet.
Die fertige Turbine wird mit ihren Ständern auf ein hartes Holzbrettchen aufmontiert. Zum Betriebe ist sie neben einer Hochdruckwasserleitung aufzustellen, deren Auslaufhahn mit dem oberen Ansatzrohr der Turbine durch ein Gummischlauchstück verbunden wird. Das unten ablaufende Wasser leitet man durch ein anderes Schlauchstück in das Wasserleitungsbecken ab.

Mittels einer solchen Turbine können alle möglichen Maschinenmodelle in Betrieb gesetzt werden.

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Salzbehälter aus Konservendose

Für einen Salzbehälter für die Küche ist eine Konservenbüchse von etwa 8 cm Durchmesser und 10 cm Höhe, ein Weißblechstück von 22:10 cm und ein verzinnter Drahtring von 1,5 cm Durchmesser erforderlich.

Die Büchse wird von Deckelresten befreit, falls sie höher sein sollte, auf eine Mantelhöhe von 10 cm abgeschnitten, gut gereinitg und 0,6 cm oberhalb eines auf ihrer Bodenfläche vorgerissenen Durchmessers quer durchgeschnitten. Der kleine der so erhaltenen Büchsenteile wird für anderweitige Verwendung aufgehoben, der größere an den Mantelschnittseiten und dem Bodenstück auf 0,6 cm Breite wagerecht nach innen umgebogen, wozu in den Ecken der zusammenstoßenden Mantel- und Bodenflächen kurze Einschnitte zu machen sind.


Die Rückwand und der scharnierartige Deckel des Gefäßes sind aus dem Weißblechstück anzufertigen. Ersterer ist am oberen Ende mit dem verzinnten Drahtring, letzterer mit der Verbindungsachse, einem Drahtstück (Haarnadel) zu versehen.

Dann wird die halbe Büchse an die Rückwand und der Büchsendeckel mit dem Unterteile in dem Gefäß so angelötet, dass er dessen oberer Öffnung, etwas überragend, vollkommen bedeckt und sich leicht aufklappen lässt.


Dieser Kochsalzbehälter hat einen Rauminhalt von 250 cm³ = ¼ Liter J= 1/2, πr²h und fasst demnach rund 0,25 kg Salz, zu dessen Entnahme ein kleinerer Holzlöffel oder ein Holzspatel beizufügen ist.
Aus kleineren runden Blechbüchsen lässt sich auf vorbeschriebene Art auch ein Wandbehälter für Gewürz oder Zündhölzchen anfertigen. Bei letzterem müssen an der Rückwand, beiderseits des Behälters, Reibflächen (Glaspapiere, Seitenteile schwedischer Zündholzschachteln u. a.) angebracht werden. Der untere Teil der Rückwand erhält noch eine kleine Blechschale (halben Büchsendeckel) zum Ablegen der gebrauchten Zündhölzer.

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Knopfbüchse mit Einsätzen

Das lästige und zeitraubende Suchen dringend benötigter Knöpfe für Kleider und Wäsche lässt sich durch das Aufbewahren von Knöpfen in einer Knopfbüchse mit Einsätzen vermeiden.

Für den Innenraum der Büchse sind zwei Einsätze aus dünnem Weißblech oder aus Laubsägeholzscheiben von 6 cm Durchmesser und 0,3 cm Stärke und einem Kartonbord von 2,5 cm und rund 19 cm Länge (u = 2 r Pi = 6x 3,14 = 18,84 cm) mit einer Zwischenwand oder zwei sich rechtwinklig kreuzenden Innenwände nach der Abbildung so anzufertigen, dass sie wagrecht aufeinander gestellt werden können und doch eine kleine Handhabe zum Anfassen besitzen. Diese aus Laubsägeholz und Karton hergestellten Einsätze sind sodann mit Silberbronze zu überstreichen, die man gut trocknen lässt. Alle Einsätze müssen sich in der Büchse leicht versorgen lassen und diese nur berühren; sie dienen zur geordneten Aufbewahrung häufig benötigter Knöpfe (s. Abb. ). In dem Einsatz mit vier Abteilen können 1. Hafteln, 2. Druckknöpfe, 3. kleine Bein-, Stoff- und Handschuhknöpfe, 4. kleine Sicherheitsnadeln, im zweiteiligen Einsatz Wäsche-, Blusen und Kleiderknöpfe sortiert untergebracht werden.
Der Deckel erhält eine mit buntem Stoff überzogene, gleich große, etwa 0,5 cm starke Laubsägeholzscheibe, die mittels kleiner Schräubchen durch vier Bohrlöcher des Blechdeckels an diesen fest anzuschließen ist. Die Innenseite des Deckels wird dann mit einem kreisrunden Stoff-(Tuch-)stück vom inneren Durchmesser des Deckels überklebt. Auf die Mitte des Deckeloberteils setzt man als Verzierung irgendeine passende kleine Figur, Büste u. dgl. aus Metall oder Holz (Schnittarbeit) auf (s. Abb.).
Nach Beendigung aller Arbeiten ist die Blechbüchse mit Sidol (Metallputzmittel) blank zu putzen bis sie glänzt, dann sind die beiden Einsätze, mit verschiedenen Knöpfen angefüllt, darin zu versorgen. Die geschlossene, wie auch die geöffnete Knopfbüchse bildet ein kleines Schmuckstück für jeden Nähstich.

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Wasserschöpfrad

Gewöhnliche Schöpfräder sind rotierende Räder, die mit einem Teil ihres Umfangs in Wasser tauchen und meist kleine Gefäße besitzen, die sich mit Wasser füllen, das sich in eine Rinne ergießt, sobald das Stück des Umfangs mit dem dazugehörigen Gefäß seinen höchsten Stand erreicht hat. Weiterlesen

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